III. Reich - Große Dokumentengruppe des HJ-Gebietsführer in der Reichsjugendführung Abt.I. Willy-Botho Bicker und seinem angestrebten Ausschluss aus der NSDAP, da er nicht tragbar sei.

Mitgliedsausweis der HJ, am 1.2.1932 aufgenommen und der Reichsjugendführung zugeteilt worden, ausgestellt am 14.2.1933, mit Foto, kommt in einer rot-belederten Schutzhülle; Führerausweis zur Ernennung zum Gebietsführer am 1.5.1933, mit Foto; Besitzurkunde für das goldene HJ-Ehrenzeichen Nr. 470; Nationalsozialistischer Deutscher Studentenbund - Mitgliedsbuch, eingetreten 1928, ausgestellt am 1.12.1932 und ausgehändigt 1.5.1934, mit Foto; Leistungsbuch zum SA-Sportabzeichen, ausgestellt am 3.6.1935, mit Foto; Ausweis zur Ermächtigung als Bevollmächtigter des Reichsjugendführers, in allen entscheidenen und wichtigen Angelegenheiten der gesamten nationalsozialitischen Jugendverbände, Anordnungen personeller und organisatorischer Art zu erlassen, ausgestellt 17.2.1933; zahlreiche weitere Bescheinigungen zu Überprüfungen der Jugendverbände, 1933; Ernennung als Gebietsführer z.b.V. zum alleinigen Vertreter des Reichsjugendführers für Verhandlungen mit dem Gruppenstab z.v.V. in Berlin, 19.4.1933; Bescheinigung über die Arbeit des Mannes in der Reichsjugendführung, 25.3.1934; diverse Abschriften von Bescheinigungen zur Zugehörigkeit im NS-Studentenbund, 1935; zahlreiche Dienstzeitbescheinigungen verschiedener Hotels in denen Bicker tätig war 1934-1935; Kopie der Beförderung zum SS-Sturmbannführer und zum SS-Führer beim Stab des SS-Hauptamtes, 7.5.1936; Bicker war am 15.10.1934 als Leiter der Abt.I ausgeschieden; Schreiben des NSDAP Stellvertreter des Führers und Jugendführer, um über Probleme zum Parteiausschluss zu verhandeln, 1937; Schreiben der NSDAP über Erledigung eines Schreibens und die Bemühung über eine Anstellung bei den Reichswerken Hermann Göring, 14.4.1938; Kriegsbeorderung vom 21.2.1939 und Zurückstellung vom 16.9.1939; 7-seitiger Gerichtsbeschluss zum Verfahren des Parteiausschlusses des Mannes, welches am 14.3.1940 eingestellt und Bicker als Parteigenosse für die NSDAP tragbar ist ( u.a. ist ihm vorgeworfen worden sich 1931 als Marineoffizier ausgegeben zu haben und unberechtigterweise das EK I getragen zu haben, weiterhin 200.--RM einer Parteigenossin unterschlagen zu haben, daraufhin wurde ihm nahegelegt aus der Partei auszutreten, Bicker verließ Düren und trat der HJ in München bei, er schied 1935 aus der HJ aus und wurde von der SS als SS-Sturmbannführer übernommen, hier wurde über den Vorfall Meldung gemacht und die Reichsführung SS beurlaubte ihn unter Uniformverbot und entließ ihn am 18.3.1935, dieses wurde am 7.1.1937 wieder bereinigt, am 24.11.1936 wurde er aus der SS entlassen, am 4.8.1937 gab sich Bicker bei einer nächtlichen Meinungsverschiedenheit mit Polizeibeamten als SS-Oberführer aus und leistete Widerstand…nichtsdestotrotz gelangten die Reichsführung der HJ und das SS-Gericht München zur Überzeugung, dass Bicker tragbar sei ); weitere Zeugnisse von Anstellungen bei Telefunken, Skodawerke ( hier mit sehr schönem Dienstausweis ), Reichswerke Hermann Göring, etc. 1941/42; zahlreiche Abschriften und Dienstzeugnissen aus den 20er Jahren, dazu noch Schulzeugnisse und andere zivile Dokumente.
Die umfangreiche Dokumentensammlung, es sind fast 100 Teile, ist im guten gebrauchten Zustand.
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