Kriegsmarine - Originalunterschrift von Großadmiral Dr. phil.h.c. Erich Raeder

auf einem Dankschreiben an Konteradmiral Hans Kolbe, in dem er sich für die Übersendung eines Bildes bedankt und über dessen Verabschiedung aus dem Marinedienst in Kenntnis versetzt wurde, datiert Berlin den 8.10.1934 und mit sehr schöner Tintensignatur " Raeder " unterzeichnet. Das DinA4-Blatt ist in der Mitte gefaltet.
Anbei ist das Manuskript des Schreibens von Kolbe an Raeder.
Hans Kolbe (* 11. Mai 1882 in Erfurt; † 8. September 1957 in Hestoft bei Ulsnis ) war ein deutscher Marineoffizier und nationalsozialistischer Landrat des Kreises Schleswig und zeitweise gleichzeitig amtierender Landrat des Kreises Eckernförde. 1900 trat Kolbe in die Kaiserliche Marine ein und begann eine Berufsoffizierslaufbahn. Im Ersten Weltkrieg war er Befehlshaber der 3. Torpedoboots-Halbflottille (der mit den schlagkräftigen wie modernen und großen Booten ausgerüsteten II. Torpedobootsflottille) – einem Eliteverband der Kaiserlichen Marine – und wurde hochdekoriert. In den Nachkriegsjahren war er Bataillonskommandeur in der Marine-Brigade von Loewenfeld. Von 1926 bis 1929 war er Kommandant des Kreuzers „Berlin“, von 1932 bis 1934 Befehlshaber der Aufklärungsstreitkräfte. Mit der Ernennung zum Vizeadmiral wurde er 1934 in den Ruhestand verabschiedet. 1934 trat er in die NSDAP ein (Mitgliedsnummer 2.063.199). Noch im selben Jahr wurde er auf Vorschlag des Gauleiters Hinrich Lohse kommissarischer Landrat des Kreises Schleswig, 1936 wurde er nominell zum Landrat ernannt. Während des Zweiten Weltkrieges erhielt Kolbe zeitweise auch die Verantwortung für den Kreis Eckernförde. Dort vertrat er den in die Ostgebiete versetzten Walter Alnor und später den an der Ostfront tätigen Peter Matthiessen. Ende Oktober 1936 wurde Kolbe Gauamtsleiter des Reichskolonialbundes und 1941 „ehrenhalber“ SS-Standartenführer.

396632
€ 250,00