Soldbuch des 128. Trägers des Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes mit Eichenlaub und Schwertern General der Infanterie Friedrich-Wilhelm Müller, Oberbefehlshaber der 4. Armee in Ostpreußen

ausgestellt am 26.2.1945 durch den Oberst i.G.u. Chef d.Gen.Lt. im AOK 4, mit sehr schönem Foto auf dem er bereits das Eichenlaub zum Ritterkreuz trägt, darunter mit Tintensignatur " Fr.Wilh.Müller ", Inhaber ist im Besitz einer eigenen Pistole " Ideal " 7,65 mm, eingetragene Auszeichnungen : Eisernes Kreuz 2. Klasse, Eisernes Kreuz 1. Klasse, Ritterkreuz des kgl.preuß. Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern, Spange zum Eisernen Kreuz 2. Klasse, Spange zum Eisernen Kreuz 1. Klasse, Infanteriesturmabzeichen, Ostmedaille, Krimschild, Ritterkreuz des Eisernen Kreuz, Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuz, Deutsches Kreuz in Gold, Schwerter zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuz; nur leicht gebrauchter Zustand.
Anbei ist ein sehr interessanter Brief an seine Frau zur Übersendung der Zweitschrift seines Soldbuches zur Verwahrung. Er hat während eines Luftangriffes seine Brieftasche verloren und deswegen ein neues Soldbuch ausstellen lassen. Er berichtet über die schwere Frontlage und das sie gegen die Russen noch so lange halten können bis die V-Waffen endgültig in die Kämpfe eingreifen können. Der Brief ist auf dem persönlichen Briefpapier mit gedrucktem Briefkopf " Friedrich-Wilhelm Müller General der Infanterie " verfasst, datiert Heiligenbeil den 10.3.1945 und mit sehr schön in Tinte unterzeichnet " Dein Friedrich ".

Friedrich-Wilhelm Müller bekam am 22.9.1941 das Ritterkreuz, das 86. Eichenlaub am 8.4.1942 und die 128. Schwerter am 27.1.1945 verliehen. Er kam im April 1945 in britische Gefangenschaft und wurde an Griechenland ausgeliefert. Wegen Kriegsverbrechen auf der Insel Kreta wurde er in Athen zum Tode verurteilt. Am 20.5.1947 wurde er zusammen mit General der Fallschirmtruppe Bruno Bräuer, seinem Vorgänger auf Kreta 1942–1944, erschossen.
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€ 8.500,00