Prunkdolch als Geschenk an Dr. Helmut Otto zur Ernennung zum Oberbürgermeister der Stadt Solingen am 3. April 1933 von der NSDAP-Ortsgruppe Solingen-Altstadt.

Zweischneidige aus echtem Damast gefertigte Klinge, das Zentrum mit in Durchbruchsarbeit gefertigter, plastischer Schlangendarstellung mit eingesetzten Silberaugen, die Fehlschärfe terzseitig mit den in Gold eingelegten Initialen „HO“, quartseitig mit der Widmung „Zur Erinnerung an die Bestätigung unseres Kreisleiters z. Oberbürgermeister - Ortsgruppe Solingen-Altstadt“. Silbernes, geschwungenes Griffstück mit beidseitig applizierter, stilisierter Darstellung eines springenden Hirschs sowie eines Hakenkreuzes und Sonnenrads. Der Nietkopf mit eingesetztem, grünem Edelstein, die Griffunterseite gepunzt "Simmel Solingen" und Silberstempel "800" sowie darüber einem "A". Die Unterseite des silbernen Stichblattes mit gravierten Sinnsprüchen "Nenn es auch schlecht und erkenne das Schlechte" und "Friste nicht Friede dem Frevel" (Dies ein Zitat aus der Edda). Schwarze Lederscheide mit Neusilberbeschlägen und zwei Trageringen. Guter Erhaltungszustand. Zustand 2.

Gesamtlänge 340 mm.

Helmut Otto nahm am 1. Weltkrieg teil, war Freikorpsmitglied und trat 1931 der NSDAP bei. Am 3. April 1933 wurde er zum Oberbürgermeister der Stadt Solingen gewählt. 1937 wurde er zudem zum kommissarischen Oberbürgermeister von Düsseldorf ernannt. Bis 1940 fungierte er als Reichskommissar für Warschau, von 1940 bis 1944 als Leitender Sanitätsarzt der Wehrmacht in Brüssel und bis Kriegsende als Oberstabsarzt in Hamburg.
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