Baden Artillerie Löwenkopfsäbel für einen Wachtmeister im 2. Badischen Feldartillerie-Regiments Nr. 30, 2. Batterie

Standort Rastatt, um 1900. Eigentumsstück, mit Kammerstempel. Relativ breite (3,2 cm), leicht geschwungene Klinge, beidseitig mit breiter Hohlbahn, ganz nach Art des Artilleriesäbel M 1848. Quartseitig auf der Fehlschärfe mit Markierung "F.W. Pfeiffer" darunter das Herstellerzeichen "C.E." (Carl Eickhorn) in einer älteren Ausführung. Die Oberfläche der Klinge fleckig, die Spitze leicht geschärft. Großes, ziseliertes und vergoldetes Messinggefäß, der Löwenkopf mit hinter dem Haupt gekreuzten Tatzen, terzseitig der Parierlappen mit gekreuzten Kanonenrohren, quartseitig die Parierstange gepunzt "30. A.2.2.", Rochenhautgriff mit intakter Drahtwicklung. Die Vergoldung zu ca. 70% erhalten, die Rochenhaut durch Nutzung besonders auf der Quartseite berieben. Geschwärzte Stahlscheide mit einem Messing-Ringband und beweglichem Messing-Tragering, das untere Ringband vorschriftsmäßig entfernt. Quartseitig unterhalb des Mundbleches gleichlautend mit dem Gefäß gepunzt "30.A.2.2.". Die Lackierung zu 70% erhalten. Zustand 2.

Gesamtlänge 98 cm.

Bei dem vorliegenden Stück handelt es sich um eine wohl schon in den 1870/80er Jahren gefertigte Waffe, die aber noch bis ca. 1910 im aktiven Dienst getragen wurde. Der Truppenstempel "30.A.2.2." weist darauf hin, dass der Wachtmeister den Säbel auf der Kammer eingelagert hatte.
328185
€ 1.250,00